KI in Medien, Verlagen und Agenturen
Mehr Zeit für Inhalte, mit klarer Verantwortung
Archive, Interviews, Varianten, Bildbeschreibungen und Kampagnen: Diese Seite zeigt, wo KI Redaktionen, Verlage und Agenturen entlastet, was nach Artikel 50 der KI-Verordnung zu kennzeichnen ist und wie Sie Ihre Inhalte und Quellen schützen.
Wo bringt KI in Medien, Verlagen und Agenturen den größten Nutzen?
Bei der Arbeit vor und nach dem eigentlichen Inhalt. Archivsuche, Transkription, Übersetzung, Varianten für viele Kanäle, Metadaten und Bildbeschreibungen kosten heute viel Zeit. Dort entlastet KI, und die publizistische und kreative Entscheidung bleibt beim Menschen.
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung. Deepfakes werden offengelegt, und Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse ebenfalls, es sei denn, ein Mensch hat sie inhaltlich geprüft und trägt die redaktionelle Verantwortung. Dazu kommen Fragen zum Urheberrecht an eigenen und erzeugten Inhalten.
Diese Seite geht Aufgaben, Regeln und Vorgehen der Reihe nach durch, für Redaktionen, Verlage, Sender und Agenturen.
Wo steht Ihre Redaktion oder Agentur?
Drei kurze Fragen. Danach sehen Sie, welche Kapitel für Sie zuerst zählen.
Ihre Antworten übernehmen wir in das Kontaktformular. Dort ergänzen Sie, was Ihnen wichtig ist. Das Erstgespräch ist kostenfrei.
Ergebnis besprechenWelche Aufgaben übernimmt KI in Medien, Verlagen und Agenturen?
Sechs Felder rund um Archiv, Produktion und Ausspielung.
KI übernimmt Suchen, Ordnen, Übertragen und Variieren, die publizistische und kreative Entscheidung bleibt beim Menschen. Redaktionen, Verlage und Agenturen haben große Archive, viele Formate und hohen Zeitdruck. Dort entlastet KI, und dort lässt sie sich mit klarer Freigabe sauber einbinden.
| Feld | Was KI übernimmt | Wo der Mensch bleibt |
|---|---|---|
| Archiv und Recherche | Archivbestände durchsuchen, frühere Berichte finden, Fakten mit Quelle zusammenstellen | Auswahl und Bewertung durch die Redaktion |
| Verschlagwortung | Themen, Personen, Orte und Rubriken vorschlagen | Redaktion bestätigt |
| Transkription und Übersetzung | Interviews abschreiben, Inhalte in andere Sprachen übertragen | Gegenlesen vor Veröffentlichung |
| Varianten und Teaser | Überschriften, Teaser, Newsletter- und Social-Texte aus dem fertigen Beitrag | Freigabe durch die Redaktion |
| Barrierefreiheit | Bildbeschreibungen, einfache Sprache, Untertitel vorbereiten | Prüfung vor Veröffentlichung |
| Agenturarbeit | Briefings zusammenfassen, Entwürfe und Varianten für Kampagnen | Kreative Entscheidung beim Team |
Das tragende Muster ist Human in the Loop: Das System bereitet vor, die Redaktion prüft und verantwortet. Dieses Muster ist zugleich die Grundlage für die Ausnahme von der Kennzeichnungspflicht bei redaktionell verantworteten Texten.
Wo beginnen Redaktionen am häufigsten?
Bei Verschlagwortung, Transkription und Archivsuche. Diese Vorgänge sind häufig, haben kein unmittelbares Veröffentlichungsrisiko und lassen sich gut messen.
Kann KI ganze Artikel schreiben?
Sie kann Entwürfe liefern, etwa für Meldungen aus strukturierten Daten wie Sportergebnissen oder Börsenwerten. Für Berichte, Einordnung und Kommentar bleibt die Redaktion zuständig, und jede Veröffentlichung trägt eine verantwortliche Person.
Als Nächstes · Kapitel 02Kennzeichnung nach der KI-Verordnung↓Was müssen Redaktionen und Agenturen kennzeichnen?
Deepfakes und bestimmte Texte, seit dem 2. August 2026.
Deepfakes werden offengelegt, und Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, ebenfalls, es sei denn, ein Mensch hat sie inhaltlich geprüft und trägt die redaktionelle Verantwortung. Diese Pflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026 für Betreiber, also für Sie als Redaktion oder Agentur.
| Fall | Was gemeint ist | Pflicht |
|---|---|---|
| Deepfake | Realistisch wirkende Bilder, Videos oder Töne von Personen, Orten oder Ereignissen, die es so nicht gibt | Offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert sind |
| Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse | Veröffentlichte Texte, die die Öffentlichkeit informieren | Offenlegen, es sei denn, ein Mensch hat inhaltlich geprüft und trägt die redaktionelle Verantwortung |
| Werbetexte, Produktbeschreibungen, interne Entwürfe | Texte ohne Bezug zur Information der Öffentlichkeit | Keine Pflicht nach Artikel 50 |
| Erkennbar künstlerische oder satirische Werke | Deepfakes in kreativem Zusammenhang | Offenlegung in einer Form, die die Darstellung nicht beeinträchtigt |
Die maschinenlesbare Markierung erzeugter Inhalte ist eine Pflicht der Anbieter generativer Systeme; für Systeme, die vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, gilt eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026. Orientierung geben der Verhaltenskodex der EU-Kommission vom Juni 2026 und ihre Leitlinien zu Artikel 50. Den Hintergrund erklärt unser Fachbeitrag zum AI Omnibus.
Was heißt inhaltliche Prüfung durch einen Menschen?
Nach den Leitlinien der Kommission genügt eine flüchtige Durchsicht nicht. Die prüfende Person liest den Text inhaltlich, prüft Fakten und Aussagen und trägt die Verantwortung für die Veröffentlichung. Wer das im Ablauf dokumentiert, kann die Ausnahme sauber nachweisen.
Wie wird ein Deepfake sinnvoll gekennzeichnet?
Sichtbar und verständlich, etwa mit einem Hinweis am Bild oder im Video, dazu maschinenlesbar in den Metadaten, soweit das Werkzeug es unterstützt. In kreativem oder satirischem Zusammenhang genügt eine Form, die die Darstellung nicht beeinträchtigt.
Als Nächstes · Kapitel 03Urheberrecht und eigene Inhalte↓Was gilt für Urheberrecht und eigene Inhalte?
Eigene Inhalte schützen, erzeugte Inhalte sauber einordnen.
Für frei zugängliche Online-Inhalte können Sie einen Nutzungsvorbehalt in maschinenlesbarer Form erklären, und Anbieter allgemeiner KI-Modelle müssen solche Vorbehalte beachten. Für erzeugte Inhalte gilt: Schutz entsteht für menschliche Schöpfung.
| Thema | Worum es geht | Grundlage |
|---|---|---|
| Eigene Inhalte als Trainingsmaterial | Nutzungsvorbehalt in maschinenlesbarer Form für Online-Inhalte | § 44b UrhG |
| Pflichten der Modellanbieter | Strategie zur Einhaltung des Urheberrechts, Beachtung von Vorbehalten | Art. 53 KI-Verordnung |
| Erzeugte Inhalte | Schutz entsteht für menschliche Schöpfung; rein maschinell erzeugte Inhalte sind in der Regel nicht urheberrechtlich geschützt | Urheberrecht |
| Bildrechte und Persönlichkeitsrechte | Abbildungen realer Personen, auch künstlich erzeugt | Persönlichkeitsrecht |
Für Agenturen ist der Vertrag mit dem Kunden der wichtigste Ort, um Rechte an Entwürfen, den Einsatz von KI und die Kennzeichnung zu regeln. Was ein Foundation Model ist und warum er für Ihre Inhalte zählt, erklärt das Glossar.
Wie setzen Verlage den Nutzungsvorbehalt technisch um?
Über maschinenlesbare Angaben auf der Website, etwa in Steuerdateien für Crawler oder in Metadaten. Welche Form im Einzelfall trägt, klären Rechts- und IT-Abteilung gemeinsam; wichtig ist, sie einheitlich und dokumentiert einzusetzen.
Dürfen wir eigene Archive für ein eigenes Modell nutzen?
Für eigene Inhalte, an denen Sie die Rechte halten, ja. Bei zugekauften Inhalten, Agenturmaterial und Fotos regeln die Lizenzverträge, was erlaubt ist. Eine Prüfung vor dem Start erspart spätere Fragen.
Als Nächstes · Kapitel 04Archiv und Recherche↓Wie wird das Archiv mit KI erschlossen?
Frühere Beiträge finden, Fakten mit Quelle zusammenstellen.
Mit einer Suche, die nach Bedeutung findet und mit Fundstelle antwortet. Redakteure fragen in Alltagssprache nach früheren Berichten, Personen oder Zusammenhängen und erhalten Treffer mit Datum und Verweis. So wird das Archiv wieder zum Werkzeug.
- Nach Bedeutung suchen. Treffer auch dann, wenn Begriffe anders formuliert wurden.
- Zeitlich einordnen. Jeder Treffer mit Datum und Rubrik.
- Mit Beleg zusammenfassen. Eine Chronik mit Verweis auf jeden Beitrag.
- Interne Verlinkung. Passende frühere Beiträge werden für den neuen Text vorgeschlagen.
Die Technik dahinter erklärt RAG und Unternehmenswissen; wie ein solcher Bestand aufgebaut und gepflegt wird, zeigt KI-Wissensdatenbank aufbauen.
Funktioniert das auch mit gedruckten Archiven?
Ja, nach Digitalisierung und Texterkennung. Bei alten Druckvorlagen lohnt eine Stichprobe der Erkennungsqualität, bevor der gesamte Bestand verarbeitet wird.
Wie werden Korrekturen und Gegendarstellungen berücksichtigt?
Indem sie mit dem ursprünglichen Beitrag verknüpft sind und bei jeder Antwort mit angezeigt werden. So zeigt das Archiv stets den richtigen Stand.
Als Nächstes · Kapitel 05Produktion und Ausspielung↓Wie hilft KI in Produktion und Ausspielung?
Transkription, Übersetzung, Varianten, Verschlagwortung.
KI übernimmt die Arbeit, die nach dem fertigen Beitrag kommt: Varianten, Formate, Sprachen und Metadaten. Die Redaktion gibt frei und bleibt verantwortlich.
- Transkription. Interviews und Pressekonferenzen werden abgeschrieben, Zitate mit Zeitmarke.
- Übersetzung. Beiträge in weitere Sprachen, gegengelesen vor Veröffentlichung.
- Varianten. Überschriften, Teaser, Newsletter- und Social-Texte aus dem fertigen Beitrag.
- Metadaten. Schlagworte, Personen, Orte und Rubriken als Vorschlag.
Diese Texte informieren meist über denselben Inhalt wie der geprüfte Beitrag. Wer auch sie inhaltlich prüft und verantwortet, bleibt innerhalb der Ausnahme für redaktionell verantwortete Texte.
Wie bleibt der Ton der Marke erhalten?
Mit einer Stilvorgabe, Beispielen aus dem eigenen Haus und einer Freigabe durch die Redaktion. Ein Prüfsatz aus guten und weniger guten Beispielen hilft, den Ton zu messen.
Kann KI Podcasts und Videos schneiden?
Sie kann Kapitelmarken, Zusammenfassungen und Vorschläge für Ausschnitte liefern. Der Schnitt und die Auswahl bleiben beim Team.
Als Nächstes · Kapitel 06Barrierefreiheit↓Wie unterstützt KI die Barrierefreiheit?
Bildbeschreibungen, Untertitel und einfache Sprache vorbereiten.
KI bereitet Bildbeschreibungen, Untertitel und Fassungen in einfacher Sprache vor, die Redaktion prüft vor Veröffentlichung. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, unter anderem für E-Books und Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr. Auch darüber hinaus erreichen barrierefreie Inhalte mehr Menschen.
- Bildbeschreibungen. Ein Vorschlag je Bild, angepasst an den Zusammenhang des Beitrags.
- Untertitel. Aus der Transkription, mit Zeitmarken.
- Einfache Sprache. Eine Fassung wichtiger Beiträge, geprüft auf Richtigkeit.
- Bestandsprüfung. Welche Bilder und Videos noch ohne Beschreibung oder Untertitel sind.
Wie solche Abläufe automatisiert werden, zeigt der Baustein Abläufe automatisieren.
Sind automatische Bildbeschreibungen gut genug?
Als Vorschlag ja, als Endfassung selten. Gute Beschreibungen nennen, was im Zusammenhang des Beitrags wichtig ist. Dafür braucht es den Blick der Redaktion.
Lässt sich der Altbestand nachträglich bearbeiten?
Ja, in Etappen. Bewährt hat sich, mit den meistgelesenen Seiten zu beginnen und den Bestand dann Rubrik für Rubrik zu ergänzen.
Als Nächstes · Kapitel 07Agenturen↓Was bringt KI Werbe- und Kommunikationsagenturen?
Mehr Zeit für die Idee, mit klaren Regeln zu Rechten und Kennzeichnung.
KI beschleunigt Briefing, Recherche, Varianten und Anpassungen an Formate, die kreative Entscheidung bleibt beim Team. Für Bilder und Videos mit realistisch wirkenden Personen gehört die Kennzeichnung als künstlich erzeugt von Anfang an in den Ablauf.
- Briefings. Unterlagen des Kunden werden zusammengefasst, offene Fragen markiert.
- Recherche. Markt, Wettbewerb und Zielgruppe mit Quellen.
- Varianten. Texte und Motive in vielen Formaten und Längen.
- Abstimmung. Änderungswünsche werden gesammelt und in Aufgaben übersetzt.
Im Vertrag mit dem Kunden regeln Sie den Einsatz von KI, die Rechte an Entwürfen und die Kennzeichnung. Das schafft Klarheit für beide Seiten.
Dürfen Agenturen Kundendaten in KI-Werkzeuge geben?
Nur in freigegebene Werkzeuge mit passendem Vertrag. Vertrauliche Unterlagen, etwa zu Produkten vor dem Start, gehören in Werkzeuge mit Ausschluss des Trainings oder auf eigene Hardware.
Wie bleibt die Handschrift der Agentur erkennbar?
Indem KI für Fleißarbeit und Varianten eingesetzt wird und die Idee, die Auswahl und der Feinschliff beim Team bleiben. Eine eigene Stilvorgabe mit Beispielen hilft, Ergebnisse auf Linie zu halten.
Als Nächstes · Kapitel 08Regeln für das Team↓Welche Regeln braucht das Team?
Eine kurze Richtlinie und Schulung nach Rollen.
Eine Redaktions- oder Agenturrichtlinie, die festlegt, wofür KI genutzt wird, wer freigibt und wie gekennzeichnet wird. Dazu eine Schulung nach Rollen; damit fördern Sie zugleich die KI-Kompetenz nach Artikel 4 der KI-Verordnung.
- Einsatzzwecke. Wofür KI genutzt wird und wofür nicht.
- Freigabe. Wer prüft und verantwortet, mit Dokumentation.
- Kennzeichnung. Wann und in welcher Form.
- Daten. Welche Inhalte in welche Werkzeuge dürfen, besonders bei Quellen und Informanten.
Eine Musterrichtlinie finden Sie im Baustein KI-Richtlinie und KI-Kompetenz.
Wie schützen Redaktionen ihre Quellen?
Indem vertrauliche Unterlagen und Gespräche nur in Werkzeuge gehen, die dafür freigegeben sind, idealerweise auf eigener Hardware. Die Richtlinie nennt diese Werkzeuge ausdrücklich.
Sollten Leser über den KI-Einsatz informiert werden?
Über die Pflichten hinaus schafft ein offener Umgang Vertrauen, etwa eine Seite, die erklärt, wofür die Redaktion KI nutzt und wie sie prüft.
Als Nächstes · Kapitel 09Welcher Betriebsweg passt↓Cloud oder eigene Hardware: welcher Betriebsweg passt?
Der Weg folgt der Vertraulichkeit der Inhalte.
Für veröffentlichte und freigegebene Inhalte passen Werkzeuge mit Geschäftskundenvertrag, für vertrauliche Recherchen und Quellen ein Betrieb auf eigener Hardware. Viele Häuser kombinieren beides in einer Oberfläche.
- Cloud mit Vertrag. Varianten, Übersetzung, Metadaten für veröffentlichte Inhalte.
- Eigene Hardware. Transkription vertraulicher Gespräche, Recherchen vor Veröffentlichung.
- Archiv. Je nach Lizenzlage in der Cloud mit Vertrag oder im eigenen Haus.
- Mischform. Vertrauliches lokal, Allgemeines in der Cloud.
Wie ein Betrieb im eigenen Haus aussieht, zeigt unsere Seite Lokale KI.
Was gehört in den Vertrag mit dem Anbieter?
Ausschluss des Trainings mit Ihren Inhalten, Ort der Verarbeitung, Unterauftragnehmer, Löschung und ein geordneter Ausstieg. Diese Punkte schützen Inhalte und Quellen.
Lohnt sich eigene Hardware für eine Redaktion?
Wenn vertrauliche Gespräche regelmäßig transkribiert oder Recherchen vor Veröffentlichung ausgewertet werden, oft ja. Eine Gegenüberstellung finden Sie in unserem Fachbeitrag zum eigenen KI-Server.
Als Nächstes · Kapitel 10Woran sich der Nutzen zeigt↓Woran zeigt sich der Nutzen?
Fünf Kennzahlen, die vor dem Start feststehen.
An Kennzahlen, die vor dem Start mit Redaktion oder Team festgelegt werden. So wird der Nutzen belegbar, und Qualitätsprobleme fallen früh auf.
| Kennzahl | Frage dahinter | Wie gemessen wird |
|---|---|---|
| Zeit bis zur Veröffentlichung | Wie lange dauert es vom fertigen Text bis zu allen Varianten? | Vorher und nachher |
| Übernahmequote | Wie viele Vorschläge werden ohne Änderung übernommen? | Protokoll |
| Archivnutzung | Wie oft werden ältere Beiträge gefunden und verlinkt? | Protokoll und Zugriffe |
| Korrekturen | Wie viele Korrekturen nach Veröffentlichung gehen auf KI-Vorschläge zurück? | Korrekturliste |
| Barrierefreiheit | Wie viele Bilder haben eine Beschreibung, wie viele Videos Untertitel? | Bestandsprüfung |
Wie sich der Nutzen insgesamt belegen lässt, beschreibt unser Fachbeitrag zur Wirkungsmessung.
Welche Ausgangswerte sollten vor dem Start erhoben werden?
Zeit für Transkription, Varianten und Verschlagwortung je Beitrag, dazu die Zahl der Korrekturen. Mit diesen Werten lässt sich jede Verbesserung später belegen.
Wie wird Qualität gemessen?
Mit Stichproben durch die Redaktion und einer Korrekturliste, die festhält, welche Fehler auf KI-Vorschläge zurückgehen. So wird sichtbar, wo nachgeschärft werden muss.
Als Nächstes · Kapitel 11In welchen Schritten es entsteht↓In welchen Schritten führen Redaktionen und Agenturen KI ein?
Fünf Schritte von der Richtlinie bis zum Ausbau.
Erst Regeln festlegen, dann mit einem Vorgang ohne Veröffentlichungsrisiko beginnen. So entsteht früh ein messbares Ergebnis, das die Redaktion mitträgt.
| Schritt | Was zu tun ist | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Regeln festlegen | Wofür KI genutzt wird, wer freigibt, wie gekennzeichnet wird | Redaktionsrichtlinie |
| 2. Anwendungsfall wählen | Häufiger Vorgang ohne Veröffentlichungsrisiko, etwa Verschlagwortung oder Archiv | Ein Pilotfall mit Ausgangswerten |
| 3. Rechte klären | Nutzungsvorbehalt, Verträge mit Anbietern, Bild- und Persönlichkeitsrechte | Saubere Grundlage |
| 4. Pilot mit Prüfsatz | Echte Beiträge, Freigabe durch die Redaktion, Messung | Grundlage für die Entscheidung |
| 5. Ausbauen | Weitere Vorgänge, Schulung im Team | Ein Ablauf, den die Redaktion trägt |
Wie ein Vorhaben insgesamt eingeführt wird, zeigt der Baustein KI im Unternehmen einführen. Für Hamburg finden Sie unsere KI Beratung in Hamburg.
Wer sollte im Projekt mitarbeiten?
Eine verantwortliche Person aus der Redaktion oder Geschäftsleitung, die Mitarbeitenden aus dem gewählten Vorgang, Rechtsabteilung und IT. Von unserer Seite kommen Konzeption, Umsetzung und Messung.
Wie lange dauert ein erster Anwendungsfall?
Ein Umsetzungsabschnitt dauert bei uns in der Regel sechs bis zwölf Wochen. Die Klärung von Rechten und Kennzeichnung plant man am besten von Beginn an mit ein.
Wir beginnen mit Vorgängen ohne Veröffentlichungsrisiko und bauen die Freigabe von Anfang an ein.
So entsteht früh ein messbares Ergebnis, und die Kennzeichnung ist geregelt, bevor der erste Text erscheint.
Fragen zu KI in Medien, Verlagen und Agenturen
Müssen Redaktionen jeden mit KI erstellten Text kennzeichnen?
Nein. Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse werden offengelegt, es sei denn, ein Mensch hat sie inhaltlich geprüft und jemand trägt die redaktionelle Verantwortung. Nach den Leitlinien der EU-Kommission vom 20. Juli 2026 muss diese Prüfung inhaltlich sein. Deepfakes werden stets offengelegt, in kreativem Zusammenhang in angemessener Form.
Dürfen KI-Anbieter unsere Inhalte zum Training nutzen?
Für frei zugängliche Online-Inhalte können Sie nach § 44b UrhG einen Nutzungsvorbehalt in maschinenlesbarer Form erklären. Anbieter allgemeiner KI-Modelle müssen nach der KI-Verordnung eine Strategie zur Einhaltung des Urheberrechts verfolgen und solche Vorbehalte beachten. Wie Sie den Vorbehalt technisch setzen, klärt am besten Ihre Rechts- und IT-Abteilung gemeinsam.
Sind mit KI erzeugte Bilder urheberrechtlich geschützt?
Schutz entsteht für menschliche Schöpfung. Rein maschinell erzeugte Inhalte sind in der Regel nicht geschützt; wo ein Mensch gestaltend mitwirkt, kann das anders sein. Für Agenturen heißt das: Rechte an Entwürfen sauber im Vertrag mit dem Kunden regeln.
Kann KI Interviews zuverlässig transkribieren?
Ja, bei guter Tonqualität sehr zuverlässig. Namen, Fachbegriffe und Zahlen werden vor Veröffentlichung gegengelesen. Für vertrauliche Gespräche, etwa mit Informanten, ist ein Betrieb auf eigener Hardware der passende Weg.
Was bringt KI einer Werbe- oder Kommunikationsagentur?
Zeit bei Briefings, Recherche, Varianten und Anpassungen an Formate. Die kreative Idee und die Entscheidung bleiben beim Team. Bei Bildern mit realistisch wirkenden Personen gehört die Kennzeichnung als künstlich erzeugt von Anfang an in den Ablauf.
Was kostet ein KI-Pilot in Redaktion oder Agentur?
Das hängt an Vorgang und Anbindung. Das Erstgespräch ist kostenfrei. Ein Scoping-Workshop liegt bei 1.500 Euro und wird bei Beauftragung verrechnet. Ein klar abgegrenzter Pilot ist ab etwa 5.000 Euro möglich, Umsetzungsprojekte liegen je nach Umfang zwischen 10.000 und 150.000 Euro. Abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand.
Passende Themen in der Wissensdatenbank
Welche Beiträge vertiefen dieses Thema?
Fachbeiträge mit Stand der Angaben und Quellen, die einzelne Kapitel dieser Seite weiterführen.
Worauf stützt sich diese Seite?
Stand der Angaben: 30. Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
Welcher Vorgang kostet in Ihrer Redaktion oder Agentur die meiste Zeit?
Im Erstgespräch schauen wir auf Ihre Abläufe vom Archiv bis zur Ausspielung. Sie erhalten eine Einschätzung, welcher Vorgang sich für den Start eignet und wie Freigabe und Kennzeichnung geregelt werden.