KI in Versicherungen und Maklerbüros
Schneller im Schaden, sicher in der Beratung
Anträge, Schadenmeldungen, Bedingungswerke und viel Korrespondenz: Diese Seite zeigt, wo KI Versicherer, Agenturen und Makler entlastet, wann sie nach der KI-Verordnung hochriskant ist und wie Sie mit Gesundheitsdaten sicher umgehen.
Wo bringt KI in Versicherungen und Maklerbüros den größten Nutzen?
Bei Erfassen, Zuordnen und Vorbereiten, überall dort, wo heute viel gelesen und abgetippt wird. Posteingang, Schadenmeldung, Antragsunterlagen und Beratungsdokumentation sind Aufgaben mit klaren Regeln und vielen gleichartigen Vorgängen. Dort entlastet KI spürbar, und die Entscheidung bleibt beim Menschen.
Die KI-Verordnung stuft einen klar umrissenen Teil als hochriskant ein: Risikobewertung und Preisbildung für Personen in Lebens- und Krankenversicherung, mit Pflichten ab dem 2. Dezember 2027. Für Versicherer kommen DORA und die Orientierungshilfe der BaFin hinzu, für alle der besondere Schutz von Gesundheitsdaten.
Diese Seite geht Aufgaben, Regeln und Vorgehen der Reihe nach durch. Sie richtet sich an Versicherer, Agenturen, Maklerbüros und ihre Dienstleister.
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Ergebnis besprechenWelche Aufgaben übernimmt KI in Versicherungen und bei Maklern?
Sechs Felder rund um Antrag, Schaden, Service und Beratung.
KI übernimmt Erfassen, Zuordnen und Vorbereiten, die Entscheidung bleibt beim Menschen. Versicherer, Agenturen und Makler arbeiten mit Anträgen, Schadenmeldungen, Bedingungswerken und viel Korrespondenz. Genau dort entlastet KI, und genau dort lässt sie sich sauber in bestehende Kontrollen einbinden.
| Feld | Was KI übernimmt | Wo der Mensch bleibt |
|---|---|---|
| Posteingang | Schreiben, E-Mails und Formulare erkennen, Vertrag und Vorgang zuordnen | Sachbearbeiter prüft und gibt frei |
| Schadenmeldung | Angaben, Fotos und Belege erfassen, Vollständigkeit prüfen, Rückfragen vorbereiten | Regulierung entscheidet der Mensch |
| Antrag und Risikoprüfung | Antragsunterlagen auslesen, Abweichungen markieren, Fallblatt erstellen | Bewertung bleibt beim Underwriting |
| Kundenservice | Fragen zu Bedingungen und Verträgen mit Beleg beantworten | Übergabe bei Ermessen und Beschwerde |
| Makler und Vertrieb | Bedingungen vergleichen, Beratungsdokumentation vorbereiten, Angebote zusammenstellen | Beratung und Empfehlung durch den Menschen |
| Interne Auskunft | Annahmerichtlinien, Bedingungswerke und Arbeitsanweisungen durchsuchen | Antwort mit Fundstelle |
Gemeinsam ist allen Feldern das Muster Human in the Loop: Das System bereitet vor, ein Mensch prüft und entscheidet. Das passt zu den Erwartungen der Aufsicht und zur Verantwortung gegenüber Kunden.
Wo beginnen Versicherer am häufigsten?
Beim Posteingang und bei der Schadenerfassung. Beide Felder haben viele gleichartige Vorgänge, klare Regeln und keinen Hochrisiko-Bezug. Der Erfolg lässt sich an Durchlaufzeit und Rückfragen gut messen.
Lohnt sich KI auch für kleine Agenturen?
Ja, wenn ein Vorgang häufig ist, etwa die Zuordnung von E-Mails oder die Vorbereitung von Angeboten. Kleine Büros starten oft mit Werkzeugen, die in ihre Maklersoftware oder ihr Postfach eingebunden sind, und erweitern dann gezielt.
Als Nächstes · Kapitel 02Welche Regeln gelten↓Welche Regeln gelten für KI in der Versicherung?
Fünf Regelwerke, die zusammen den Rahmen bilden.
KI wird in die bestehenden Strukturen eingebettet: IKT-Risikomanagement, Datenschutz und die Pflichten gegenüber Kunden. Die KI-Verordnung kommt hinzu und stuft einen klar umrissenen Teil der Anwendungen als hochriskant ein.
| Regelwerk | Worum es geht | Stand |
|---|---|---|
| KI-Verordnung | Hochrisiko bei Risikobewertung und Preisbildung natürlicher Personen in Lebens- und Krankenversicherung; Transparenz und KI-Kompetenz | Hochrisiko ab 2. Dezember 2027 |
| DORA und BaFin-Orientierungshilfe | KI im IKT-Risikomanagement, auch für Versicherer unter Solvency II | DORA seit 17. Januar 2025, Orientierungshilfe Dezember 2025 |
| DSGVO | Gesundheitsdaten als besondere Kategorie, Rechte bei automatisierten Entscheidungen | gilt |
| Versicherungsvertragsgesetz | Beratungs- und Dokumentationspflichten, für Vermittler nach § 61 VVG | gilt |
| Aufsicht | BaFin für KI in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft | seit 29. Juli 2026 |
Die BaFin-Orientierungshilfe zu IKT-Risiken beim KI-Einsatz richtet sich ausdrücklich auch an Versicherer unter Solvency II. Sie geht den Lebenszyklus eines KI-Systems von der Datenbeschaffung bis zur Stilllegung durch. Wie das im Einzelnen aussieht, beschreibt der Baustein KI in Banken und bei Finanzdienstleistern; die Pflichten der KI-Verordnung zeigt KI-Verordnung.
Gilt DORA auch für Versicherungsvermittler?
DORA erfasst Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und Vermittler, die keine Kleinst-, kleinen oder mittleren Unternehmen sind. Viele Maklerbüros fallen damit nicht darunter. Für sie gelten Datenschutz, Vertragspflichten und die KI-Verordnung, und eine geordnete IT-Sicherheit lohnt sich ohnehin.
Was hat die BaFin zu KI im Versicherungsgeschäft gesagt?
Im Interview zum KI-MIG nennt sie Systeme zur Risikobewertung und Preisbildung in Lebens- und Krankenversicherung, etwa zur Berechnung individueller Risikozuschläge, als typische Hochrisiko-Anwendung. Sie überwacht risikoorientiert und betont, dass viel Raum für Innovation bleibt.
Als Nächstes · Kapitel 03Wann KI hochriskant ist↓Wann ist KI in der Versicherung ein Hochrisiko-System?
Bei Risikobewertung und Preisbildung für Personen in Leben und Kranken.
Hochriskant ist KI, die Risiken natürlicher Personen in der Lebens- oder Krankenversicherung bewertet oder ihre Prämien festlegt. Die Pflichten dafür gelten nach dem AI Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Andere Sparten und die Arbeit rund um Schaden und Service sind in Anhang III nicht genannt.
| Sparte oder Aufgabe | Was KI tut | Einstufung |
|---|---|---|
| Lebensversicherung | Risikobewertung und Preisbildung für natürliche Personen | Hochrisiko |
| Krankenversicherung | Risikobewertung und Preisbildung für natürliche Personen | Hochrisiko |
| Kfz, Hausrat, Haftpflicht | Risikobewertung und Tarifierung | nicht in Anhang III genannt |
| Gewerbe und Industrie | Bewertung von Unternehmen | nicht in Anhang III genannt |
| Schaden, Service, Posteingang | Erfassen, Zuordnen, Vorbereiten | keine Hochrisiko-Einstufung als solche |
Als Betreiber eines Hochrisiko-Systems tragen Versicherer Pflichten wie menschliche Aufsicht, Protokolle und die Information der Betroffenen; hinzu kommt eine Grundrechte-Folgenabschätzung. Wer ein solches System selbst entwickelt, ist Anbieter und trägt die Anbieterpflichten von Risikomanagement bis Konformitätsbewertung.
Wird die Kfz-Tarifierung mit KI zum Hochrisiko-Fall?
Nach Anhang III nicht, weil dort nur Lebens- und Krankenversicherung genannt sind. Unabhängig davon gelten Datenschutz, Gleichbehandlung und die Erwartungen der Aufsicht an nachvollziehbare Tarife. Eine saubere Dokumentation lohnt sich deshalb auch dort.
Was gilt, wenn ein Assistent Underwritern Vorschläge macht?
Entscheidend ist, ob das System die Risikobewertung oder Preisbildung für Personen in Leben oder Kranken vornimmt oder nur Unterlagen aufbereitet. Ein Fallblatt, das Angaben zusammenführt und Lücken zeigt, ist etwas anderes als ein Modell, das einen Zuschlag vorschlägt. Die Einordnung erfolgt je System.
Als Nächstes · Kapitel 04Gesundheitsdaten und Vertraulichkeit↓Wie werden Gesundheitsdaten und Vertraulichkeit gewahrt?
Besondere Daten verlangen einen besonderen Betriebsweg.
Gesundheitsdaten sind eine besondere Kategorie nach Artikel 9 DSGVO und brauchen eine tragfähige Rechtsgrundlage und besondere Schutzmaßnahmen. Für KI heißt das: klare Datenklassen, Rechte je Dokument, ein Betriebsweg, der zur Vertraulichkeit passt, und in aller Regel eine Datenschutz-Folgenabschätzung.
- Datenklassen festlegen. Welche Unterlagen enthalten Gesundheitsdaten, welche nicht?
- Betriebsweg wählen. Für Gesundheitsdaten ist ein Modell auf eigener Infrastruktur oft der passende Weg.
- Rechte übernehmen. Jeder erhält Antworten nur aus Unterlagen, die er ohnehin sehen darf.
- Verträge prüfen. Mit jedem Dienstleister eine Auftragsverarbeitung, Ort der Verarbeitung und Ausschluss des Trainings.
Wie ein Betrieb im eigenen Haus aussieht, zeigt unsere Seite Lokale KI. Mehr zu Rechten, Protokollen und Angriffen steht im Baustein Sicherheit von KI-Systemen.
Können Arztberichte automatisch ausgewertet werden?
Technisch ja, mit Texterkennung und Auszug der relevanten Angaben. Rechtlich braucht es dafür die passende Grundlage und den passenden Betriebsweg. Bewährt hat sich, die Auswertung als Vorschlag mit Fundstelle anzulegen, den eine Fachperson prüft.
Was gilt für Daten von Dritten, etwa Geschädigten?
Auch sie haben Rechte, etwa auf Auskunft und Löschung. Das Löschkonzept umfasst deshalb auch den Suchindex und Protokolle. Wer das von Anfang an einplant, erspart sich spätere Nacharbeit.
Als Nächstes · Kapitel 05Schadenbearbeitung↓Wie unterstützt KI die Schadenbearbeitung?
Fünf Schritte von der Meldung bis zur vorbereiteten Regulierung.
KI erfasst die Meldung, prüft die Deckung vor, fordert fehlende Unterlagen an und bereitet die Regulierung vor. Der Sachbearbeiter erhält ein vollständiges Fallblatt und entscheidet.
| Schritt | Was KI tut | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Meldung erfassen | Angaben aus Formular, E-Mail, Foto und Beleg übernehmen | Strukturierter Vorgang |
| 2. Deckung vorprüfen | Vertrag, Bedingungen und Zeitraum gegen die Meldung halten | Hinweis mit Fundstelle |
| 3. Unterlagen anfordern | Fehlende Belege erkennen, Anschreiben vorbereiten | Weniger Rückfragen |
| 4. Auffälligkeiten markieren | Abweichungen und Muster, die genauer angesehen werden sollten | Liste für die Prüfung |
| 5. Regulierung vorbereiten | Fallblatt mit allen Punkten für die Entscheidung | Entscheidung durch den Menschen |
Belege und Rechnungen werden mit Belegerkennung ausgelesen und gegen Vertrag und Bedingungen gehalten. Jede Aussage trägt ihre Fundstelle, damit der Sachbearbeiter sie in Sekunden prüfen kann. Wie ein Rechnungseingang mit KI aufgebaut wird, beschreibt der Baustein E-Rechnung und Belege.
Kann KI Betrugsverdacht erkennen?
Sie kann Auffälligkeiten markieren, etwa ungewöhnliche Muster oder widersprüchliche Angaben. Ob ein Verdacht besteht, prüfen Fachleute. So bleibt die Bewertung beim Menschen, und jede Markierung ist nachvollziehbar begründet.
Wie werden Fotos von Schäden verarbeitet?
Bildmodelle beschreiben, was zu sehen ist, und ordnen das Foto dem Vorgang zu. Für die Bewertung von Höhe und Ursache bleibt die Fachperson zuständig. Wichtig ist, dass Fotos mit Personen datenschutzgerecht behandelt werden.
Als Nächstes · Kapitel 06Antrag und Risikoprüfung↓Wie hilft KI bei Antrag und Risikoprüfung?
Unterlagen aufbereiten, damit Underwriter schneller und sicherer entscheiden.
KI liest Anträge und Unterlagen aus, prüft auf Vollständigkeit und Widersprüche und erstellt ein Fallblatt. Die Bewertung des Risikos bleibt beim Underwriting. So bleibt der Ablauf auch in Leben und Kranken außerhalb der Hochrisiko-Einstufung, solange das System selbst nicht bewertet oder bepreist.
- Erfassen. Angaben aus Antrag, Fragebogen und Anlagen werden übernommen, mit Fundstelle.
- Abgleichen. Angaben aus verschiedenen Unterlagen werden gegeneinander geprüft.
- Nachfordern. Fehlende Angaben werden erkannt, eine Rückfrage vorbereitet.
- Annahmerichtlinien nennen. Die passende Regel aus der Richtlinie wird mit Beleg angezeigt.
Für Gewerbe- und Industrieversicherung kommt die Auswertung umfangreicher Unterlagen wie Gutachten und Objektbeschreibungen hinzu. Dort ist der Zeitgewinn oft besonders groß, und die Bewertung von Unternehmen ist in Anhang III nicht genannt.
Wie werden Annahmerichtlinien eingebunden?
Als Quelle in einer internen Wissensdatenbank, die mit Fundstelle antwortet. Bei jeder Änderung der Richtlinie wird der Index aktualisiert. Wie das aufgebaut wird, zeigt der Baustein KI-Wissensdatenbank aufbauen.
Wie bleibt die Entscheidung nachvollziehbar?
Durch ein Protokoll, das zeigt, welche Unterlagen herangezogen wurden, was das System markiert hat und was der Underwriter entschieden hat. Das dient der internen Revision ebenso wie der Aufsicht.
Als Nächstes · Kapitel 07Makler und Vertrieb↓Was bringt KI Maklern und dem Vertrieb?
Zeit für die Beratung, mit vollständiger Dokumentation.
KI vergleicht Bedingungen, stellt Angebote zusammen und bereitet die Beratungsdokumentation vor. Der Makler berät und empfiehlt. Die Pflichten nach § 61 VVG bleiben beim Vermittler, die KI hilft, sie vollständig und nachvollziehbar zu erfüllen.
- Bedingungsvergleich. Unterschiede zwischen Tarifen werden mit Fundstelle gegenübergestellt.
- Angebote. Unterlagen für den Kunden werden aus Vorlagen und Tarifdaten zusammengestellt.
- Beratungsdokumentation. Ein Entwurf aus Gesprächsnotizen, den der Makler prüft und ergänzt.
- Bestandspflege. Fristen, Anpassungen und Anlässe für ein Gespräch werden erkannt.
Viele Maklerbüros starten mit dem Postfach: E-Mails werden dem richtigen Vertrag und Vorgang zugeordnet, Antworten vorbereitet. Das schafft Zeit für die Beratung, die beim Menschen bleibt.
Darf KI eine Tarifempfehlung aussprechen?
Die Empfehlung ist Teil der Beratung und bleibt beim Vermittler. Die KI kann Unterlagen und Vergleiche vorbereiten und Fragen markieren, die im Gespräch zu klären sind. So bleibt die Verantwortung klar verteilt.
Wie wird die Maklersoftware angebunden?
Über Schnittstellen oder einen Ablauf, der Ergebnisse als Vorschlag in die bestehende Software übergibt. Die Freigabe erfolgt im gewohnten System, Bestand und Dokumentation bleiben dort.
Als Nächstes · Kapitel 08Kundenservice↓Wie hilft KI im Kundenservice von Versicherern?
Standardfragen beantworten, alles Weitere sauber übergeben.
Ein Assistent beantwortet Fragen zu Bedingungen, Vertrag und Ablauf mit Beleg, und alles mit Ermessen geht an einen Menschen. Er gibt sich als KI zu erkennen, wie es Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt, und übergibt mit dem bisherigen Verlauf.
- Bedingungen erklären. Antworten aus dem gültigen Bedingungswerk, mit Fundstelle.
- Vertragsauskunft. Nach sicherer Anmeldung, mit Daten aus dem Bestandssystem.
- Schaden melden. Geführte Erfassung mit Rückfragen, Übergabe an die Schadenabteilung.
- Übergeben. Bei Beschwerden, Kündigungen und Ermessen an einen Menschen.
Wie Chat, E-Mail und Telefon mit KI zusammenspielen, beschreibt der Baustein KI im Kundenservice.
Darf der Assistent Leistungsfragen verbindlich beantworten?
Er erklärt, was in den Bedingungen steht, und nennt die Stelle. Eine verbindliche Zusage im Einzelfall trifft ein Mensch. Diese Grenze gehört deutlich in die Anweisung und in den Hinweis an den Kunden.
Wie werden ältere Bedingungswerke berücksichtigt?
Jeder Vertrag ist mit seinem Bedingungsstand verknüpft, und die Suche nutzt genau diesen Stand. So erhält ein Kunde mit einem älteren Vertrag die Antwort, die für ihn gilt.
Als Nächstes · Kapitel 09Bedingungswerke und Arbeitsanweisungen↓Wie werden Bedingungswerke und Arbeitsanweisungen durchsuchbar?
Eine interne Wissensdatenbank, die mit Fundstelle antwortet.
Mit einer KI-Wissensdatenbank, die aus Bedingungswerken, Annahmerichtlinien und Arbeitsanweisungen antwortet und die Fundstelle nennt. Mitarbeitende in Service, Schaden und Betrieb erhalten die geltende Regel in Sekunden.
- Bedingungsstand. Jede Quelle trägt ihren Stand, ältere Fassungen bleiben für ältere Verträge erhalten.
- Rechte. Antworten nur aus Unterlagen, die die fragende Person sehen darf.
- Beleg. Ein Klick führt zur Stelle im Original.
- Lücken. Fragen ohne Fundstelle zeigen, wo eine Anweisung fehlt.
Aufbau, Pflege und Datenschutz einer solchen Wissensdatenbank beschreibt der Baustein KI-Wissensdatenbank aufbauen.
Wie viele Bedingungswerke verträgt eine Wissensdatenbank?
Viele, solange jede Quelle sauber mit Sparte, Tarif und Stand gekennzeichnet ist. Diese Angaben dienen als Filter bei der Suche und sorgen dafür, dass die Antwort zum richtigen Vertrag passt.
Wer pflegt die Inhalte?
Die Fachbereiche, die die Bedingungen und Richtlinien ohnehin verantworten. Neu ist ein Ablauf für Hinweise auf veraltete Inhalte und eine Liste offener Fragen für die Redaktion.
Als Nächstes · Kapitel 10Aufsicht↓Wie überwacht die Aufsicht KI bei Versicherern?
Die BaFin überwacht risikoorientiert, die Bundesnetzagentur für KI im Personalwesen.
Die BaFin ist nach dem KI-MIG zuständig, soweit KI in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft eingesetzt wird. Sie prüft bereits Transparenz, Verbote und Maßnahmen zur KI-Kompetenz, ab Dezember 2027 auch Hochrisiko-Systeme.
- Risikoorientiert. Im Fokus stehen verbreitete Anwendungen mit großer Wirkung.
- Auf bestehenden Strukturen. Governance, Risikomanagement und Compliance tragen auch die KI-Verordnung.
- Mit Unterlagen. Inventar, Einstufung, Schulungsnachweise, Einbindung in das IKT-Risikomanagement.
- Für Vermittler. Je nach Tätigkeit und Größe gelten die allgemeinen Regeln und die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur.
Wie Schulung und Richtlinie aussehen, zeigt der Baustein KI-Richtlinie und KI-Kompetenz.
Was sollte für eine Prüfung bereitliegen?
Ein Verzeichnis der KI-Systeme mit Rolle und Einstufung je Sparte, die Einbindung in das IKT-Risikomanagement, Nachweise zu Schulung und Richtlinie, Testergebnisse und ein Vorfallregister.
Ändert sich etwas für bestehende Tarifmodelle?
Bestehende statistische Modelle sind nicht automatisch KI-Systeme im Sinne der Verordnung. Entscheidend ist, ob ein System aus Eingaben selbstständig ableitet, wie es Ergebnisse erzeugt. Die Einordnung lohnt sich rechtzeitig vor Dezember 2027.
Als Nächstes · Kapitel 11Woran sich der Nutzen zeigt↓Woran zeigt sich der Nutzen?
Fünf Kennzahlen, die vor dem Start feststehen.
An Kennzahlen, die vor dem Start mit dem Fachbereich festgelegt werden. So wird der Nutzen belegbar, und Auffälligkeiten fallen früh auf.
| Kennzahl | Frage dahinter | Wie gemessen wird |
|---|---|---|
| Durchlaufzeit | Wie lange dauert ein Vorgang vom Eingang bis zur Erledigung? | Vorher und nachher gemessen |
| Übernahmequote | Wie viele Vorschläge werden ohne Änderung übernommen? | Protokoll |
| Rückfragen | Wie oft muss beim Kunden nachgefordert werden? | Vergleich mit dem Ausgangswert |
| Belegtreue | Stützt sich jede Aussage auf die genannte Bedingung oder Unterlage? | Stichprobe |
| Beschwerden | Entstehen durch den neuen Ablauf mehr oder weniger Beschwerden? | Beschwerdemanagement |
Wie sich der Nutzen insgesamt belegen lässt, beschreibt unser Fachbeitrag zur Wirkungsmessung.
Welche Ausgangswerte sollten vor dem Start erhoben werden?
Durchlaufzeit, Zahl der Vorgänge, Rückfragen und Beschwerden. Mit diesen Werten lässt sich jede Verbesserung später belegen.
Wie oft wird nachgemessen?
Laufend über Protokolle, dazu Stichproben durch den Fachbereich und ein Durchlauf des Prüfsatzes nach jeder Änderung an Quellen, Anweisung oder Modell.
Als Nächstes · Kapitel 12In welchen Schritten es entsteht↓In welchen Schritten führen Versicherer und Makler KI ein?
Fünf Schritte vom Inventar bis zum geprüften Betrieb.
Erst einordnen, dann mit einem gut messbaren Fall ohne Hochrisiko-Bezug beginnen. So entsteht früh ein Ergebnis, das Fachbereich, Datenschutz und Aufsicht überzeugt.
| Schritt | Was zu tun ist | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Inventar und Einstufung | Alle KI-Anwendungen erfassen, Rolle und Risikoklasse je Sparte bestimmen | Liste mit Einstufung |
| 2. Anwendungsfall wählen | Häufiger Vorgang ohne Hochrisiko-Bezug, etwa Posteingang oder Schadenerfassung | Ein Pilotfall mit Ausgangswerten |
| 3. Rahmen festlegen | Datenklassen, Gesundheitsdaten, Betriebsweg, Vertrag, Einbindung in das IKT-Risikomanagement | Abgestimmt mit Datenschutz und Informationssicherheit |
| 4. Pilot mit Prüfsatz | Echte Fälle, menschliche Freigabe, Messung | Grundlage für die Entscheidung |
| 5. Betrieb | Kennzahlen, Vorfallprozess, Tests nach Änderungen | Ein prüfbarer Ablauf |
Wie ein Vorhaben insgesamt eingeführt wird, zeigt der Baustein KI im Unternehmen einführen. Für Münster und das Münsterland finden Sie unsere KI Beratung in Münster.
Wer sollte im Projekt mitarbeiten?
Der Fachbereich mit dem Anwendungsfall, Datenschutz, Informationssicherheit und bei Bedarf die Personalvertretung. Von unserer Seite kommen Konzeption, Umsetzung und Messung.
Wie lange dauert ein erster Anwendungsfall?
Ein Umsetzungsabschnitt dauert bei uns in der Regel sechs bis zwölf Wochen. Die Abstimmung zu Gesundheitsdaten und Betriebsweg plant man am besten von Beginn an mit ein.
Wir beginnen dort, wo am meisten gelesen und abgetippt wird, mit einem Fall ohne Hochrisiko-Bezug.
So entsteht früh ein messbares Ergebnis, und jede weitere Anwendung baut auf denselben Regeln für Daten, Rechte und Freigaben auf.
Fragen zu KI in Versicherungen und Maklerbüros
Ist KI in der Versicherung immer ein Hochrisiko-System?
Nein. Hochriskant ist KI für Risikobewertung und Preisbildung bei natürlichen Personen in der Lebens- und Krankenversicherung. Posteingang, Schadenerfassung, Kundenservice oder eine interne Wissensdatenbank fallen als solche nicht darunter. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme gelten ab dem 2. Dezember 2027.
Dürfen Gesundheitsdaten mit KI verarbeitet werden?
Ja, mit einer tragfähigen Rechtsgrundlage, etwa der Einwilligung, und mit besonderen Schutzmaßnahmen. Gesundheitsdaten sind eine besondere Kategorie nach Artikel 9 DSGVO. Für solche Bestände ist ein Betrieb auf eigener Infrastruktur oft der passende Weg, und eine Datenschutz-Folgenabschätzung gehört in aller Regel dazu.
Was bringt KI einem Maklerbüro?
Vor allem Zeit bei Bedingungsvergleich, Angebotszusammenstellung und Beratungsdokumentation. Die KI bereitet vor, der Makler berät und empfiehlt. Die Beratungs- und Dokumentationspflichten nach § 61 VVG bleiben beim Vermittler; die KI hilft, sie vollständig und nachvollziehbar zu erfüllen.
Kann KI über einen Schaden entscheiden?
Sie kann die Entscheidung vorbereiten. Bei Entscheidungen mit erheblicher Wirkung für den Kunden haben Betroffene nach Artikel 22 DSGVO das Recht, keiner ausschließlich automatisierten Entscheidung unterworfen zu werden, von Ausnahmen abgesehen. Ein Ablauf, in dem ein Mensch entscheidet, hält diese Grenze sauber ein.
Wer überwacht KI bei Versicherern?
Die BaFin, soweit KI in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft eingesetzt wird. Sie prüft bereits Transparenz, Verbote und Maßnahmen zur KI-Kompetenz, ab Dezember 2027 auch Hochrisiko-Systeme. Für KI im Personalwesen ist die Bundesnetzagentur zuständig.
Was kostet ein KI-Pilot in einer Versicherung oder einem Maklerbüro?
Das hängt an Anwendungsfall und Anbindungen. Das Erstgespräch ist kostenfrei. Ein Scoping-Workshop liegt bei 1.500 Euro und wird bei Beauftragung verrechnet. Ein klar abgegrenzter Pilot ist ab etwa 5.000 Euro möglich, Umsetzungsprojekte liegen je nach Umfang zwischen 10.000 und 150.000 Euro. Abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand.
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Worauf stützt sich diese Seite?
Stand der Angaben: 30. Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
Welcher Vorgang kostet in Ihrem Haus die meiste Zeit?
Im Erstgespräch schauen wir auf Ihre Abläufe in Schaden, Antrag, Service oder Beratung. Sie erhalten eine Einschätzung, welcher Fall sich für den Start eignet und welcher Betriebsweg zu Ihren Daten passt.